Was über Generationen weiterwirkt
Familien geben nicht nur Namen, Geschichten und Werte weiter. Auch der Umgang mit Nähe, Verlust, Angst, Schuld, Leistung oder Zugehörigkeit kann nachfolgende Generationen prägen. Manches wird offen erzählt, anderes verschwiegen. Gerade das Unausgesprochene kann in Beziehungen, Entscheidungen und Körperreaktionen weiterwirken.
Transgenerationale Arbeit sucht nicht nach Schuldigen. Sie macht Zusammenhänge verstehbar und unterscheidet behutsam: Was gehört zu meiner eigenen Geschichte? Was habe ich übernommen? Was darf gewürdigt werden, ohne dass ich es weitertragen muss?
Mit inneren Anteilen arbeiten
Menschen erleben häufig verschiedene innere Bewegungen zugleich. Ein Anteil möchte vorangehen, ein anderer hält fest oder schützt vor einer alten Erfahrung. Diese Anteile werden nicht bekämpft. Wir lernen, ihre Aufgabe, ihre Entstehung und ihre Beziehung zueinander zu verstehen.
Figuren, Aufstellungen, Körperwahrnehmung, Sprache und kreative Ausdrucksformen helfen dabei, innere und familiäre Dynamiken sichtbar zu machen. So können neue Positionen entstehen, die weder die Vergangenheit verleugnen noch das eigene Leben an sie binden.
Schwerpunkte
Eine Haltung ohne Bewertung
Wir arbeiten langsam, sorgfältig und mit Respekt vor den Lebenswegen früherer Generationen. Es geht nicht darum, Familiengeschichten zu beweisen oder vorschnell zu erklären, sondern darum, die heutige Erfahrung zu verstehen und mehr Wahlfreiheit zu entwickeln.